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Sensationeller 3.Platz bei der Schul-WM in Kroatien

Die Burschen der Handball Akademie Bad Vöslau haben bei den Schul Weltmeisterschaften in Varazdin ( Kroatien )einen historischen Erfolg gefeiert. Im kleinen Finale um den 3.Platz wurde die Mannschaft aus Ungarn ( Veszprem) nach einem spannendem Handballkrimi mit 21:17 besiegt. Nach dem Spiel waren die Emotionen sowohl bei den Spielern als auch bei den vielen mitgereisten Fans unbeschreiblich.

Zur Chronologie der WM:
Die Burschen um Trainer Romas Magelinskas ( Trainer der HLA Mannschaft von West Wien ) und William Mc Lachlan reisten, im offiziellen Bus der Österreichischen Fußballnationalmannschaft , mit großen Erwartungen nach Kroatien, waren doch die Ergebnisse in den vielen schweren Vorbereitungsspielen sehr ermutigend. Fachinspektor Mag. Wolfgang Kaindl übernahm seitens des Ministeriums die Delegationsleitung und betreute die Burschen und Mädchen die ganze Woche über und schuf so optimale Bedingungen für einen reibungslosen Ablauf.

Gleich im ersten Spiel des Turniers spürte die Mannschaft um Teamkapitän Philip Schuster, was es bedeutet , erstmals auf internationalem Parkett ein Wettkampfspiel zu bestreiten. Die Holländer erwiesen sich als sehr gute und körperlich sehr starke Mannschaft und stellte unsere Burschen vor größte Probleme. Viele technische Fehler im Angriff und Fehlwürfe , sowie Abstimmungsprobleme in der Deckung machten bereits das erste Spiel der WM zum Krimi. Schlussendlich siegten wir knapp mit 22:21 und konnten so einen positiven Start ins Turnier verbuchen.

Bereits im zweiten Gruppenspiel waren die Ungarn unser Gegner, die uns zum Glück völlig unterschätzten. Wir erwischten einen Traumstart und ließen den Ungarn nie die Chance ins Spiel zu kommen und erarbeiteten bis zur Pause sogar einen neun Tore Vorsprung heraus.

Nach der Pause kam jedoch der Ungarnexpress ins rollen und es zeigte sich, dass man auch mit einem derartigen Vorsprung im Handball noch nicht gewonnen hat. Florian Kaiper avancierte in dieser Phase des Spiels zum Bollwerk im Tor und führte so die Mannschaft zum verdienten 23:18 Sieg. Das Spiel gegen Griechenland war folglich wie erwartet etwas einfacher und so kamen sämtliche Kaderspieler zu Einsatzzeiten und Toren. Mit diesem Sieg qualifizierte man sich fix für das Viertelfinale und konnte so dem Spiel gegen die Burschen aus Polen gelassen entgegensehen.

Unterstützt von den eigens angereisten Fans aus der Schule, welche mit einem Bus aus Gainfarn kamen, spielten die Burschen groß auf und landeten einen 28:25 Sieg. Auch das Fernsehteam des ORF war bei diesem Spiel anwesend. Die Stimmung in der Halle war überwältigend und motivierte unsere Burschen enorm. Sebastian Frimmel , Nimpf Tobias und Philip Schuster waren auch in diesem Spiel nicht zu halten und führten die Mannschaft zu einem tollen Sieg.
Da an jedem Tag ein Spiel stattfand, waren den Burschen die Strapazen schon anzumerken und unsere Physiotherapeutin Birgit Frimmel hatte alle Hände voll zu tun um alle kleineren und größeren Blessuren zu behandeln. Auch das tägliche Videostudium der gegnerischen Mannschaften, zahlte sich letztendlich aus.

Im Viertelfinale warteten die Burschen aus Brasilien, die sehr überraschende Ergebnisse in den Vorrundenspielen erzielt haben. So konnten sie zum Beispiel den Favoriten Schweden besiegen und scheiterten nur knapp an den Kroaten. Die Burschen aus Südamerika waren dann indes wirklich der erwartet schwere Gegner. Mit typischen Anfeuerungsritualen und extrem schnellen Kontern versuchten sie uns zu überraschen, aber die Mannschaft war darauf bestens vorbereitet. Tobias Nimpf und Forsthuber Daniel konnten die gegnerische Abwehr immer wieder durch Sperre lösen knacken und verwerteten ihre Chancen stets sicher. Frimmel Sebastian brillierte als Vollstrecker und Tesar Lorenz war in der Deckung nicht zu überwinden. Gunnar Prokop erzielte schließlich das vielumjubelte 24:17 Siegestor.

Dies bedeutete den Einzug in das Semifinale der Schul WM. Jetzt erst recht war die Devise und wir wollten im Semifinale unserem Traum vom Weltmeistertitel wieder einen Schritt näher kommen. Mit Frankreich wartete dort eine absolute Handballgroßmacht. Nicht nur bei den Jugendlichen immer in der Weltspitze zu finden, sind doch die Männer in den letzten Jahren Olympiasieger, Weltmeister und Europameister gewesen. Trotzdem war die Stimmung am Abend vor dem Match nur auf Sieg eingestellt. Die Franzosen starteten von Beginn weg, in einer zum Bersten vollen Halle, extrem aggressiv und versuchten so unsere Burschen einzuschüchtern. Lange Zeit fanden wir kein richtiges Angriffskonzept gegen die gut gestaffelte Abwehr der Franzosen und auch im Angriff vereitelte der ausgezeichnete Torhüter, viele Würfe. Mit minus vier ging es in die Pause.

Trainer Romas Magelinskas versuchte die Burschen aufzubauen und neu motiviert starteten wir in die zweite Hälfte. Das war die Zeit der Schiedsrichter. Nicht weniger als neun Zwei Minutenstrafen erschwerten uns die Aufholjagd zusätzlich. Beim Stand von 17:19, sieben Minuten vor Schluss, schien die Partie wirklich doch noch zu unseren Gunsten zu kippen. Flo Kaiper parierte einige schwere Würfe, leider war im Gegenzug auch beim gegnerischen Tormann Endstation. Trotzdem gelang es uns das Spiel zu einem Krimi werden zu lassen. In dieser Phase provozierte der beste Spieler der Franzosen eine Zwei Minutenstrafe bei Philip Schuster und die Schiris schlossen ihn tatsächlich aus und verbannten ihn, ebenso wie Lorenz Tesar mit der dritten Zwei Minutenstrafe, vom Spielfeld. Durch die ständige Unterzahl gelang es uns in der Folge nicht mehr die Franzosen ernsthaft zu gefährden und verloren schließlich mit 17:25. Frustriert und niedergeschlagen verfolgten wir das zweite Semifinale zwischen Deutschland und unserem Vorrundengegner Ungarn. Da die Deutschen das zweite Semifinale für sich entscheiden konnten, spielten wir im kleinen Finale tags darauf abermals gegen Ungarn.

Ein vierter Platz bei einer WM wäre zwar immer noch ein großer Erfolg gewesen, aber unser Ziel, seit zwanzig Jahren wieder einmal, eine Medaille bei den Schul Weltmeisterschaften zu erringen, wollten wir unbedingt erreichen. Schon am Abend vor dem Finaltag versuchten die Burschen, die latente Müdigkeit, durch die letzten sechs Spiele in sechs Tagen, durch viel Schlaf und Massagen zu bekämpfen. Die Tatsache, dass sich auch der Landesschulinspektor Hofrat Rainer Ristl und Mag. Heiko Stumvoll, Direktor vom Liese Prokop Gymnasium in Varazdin vor Ort, von den tollen Leistungen überzeugten ,zeigt, wie groß die Anerkennung der tollen Erfolge seitens der Schulbehörde ist.

Im Spiel gegen Ungarn zeigte sich recht schnell, dass sich die Gegner ausgezeichnet auf unsere Spielweise eingestellt haben und unsere Spielweise bestens studiert haben. Philip Schuster wurde gleich von Beginn weg Mann gedeckt und so mussten Max Holly, Polster Clemens und Kuhn Thomas die Rolle des Spielführers übernehmen. Beim Stand von 9 : 4 für die Burschen aus Veszprem nahm Romas Magelinskas die Auszeit. Hängende Köpfe und Ratlosigkeit machte sich auch bei den vielen mitgereisten Fans bemerkbar. In dieser Phase spielte Kaiper Florian im Tor sein wahrscheinlich bestes Spiel bei dieser WM. Er entschärfte einige fast unhaltbare Bälle und angetrieben von Schuster und Lomoschitz gelang Gunnar Prokop kurz vor der Pause der vielumjubelte 10:9 Führungstreffer. Wie verwandelt und bestens motiviert kam die Mannschaft aus der Kabine und lieferte einen sehenswerten Fight bis zur 45. ten Minute. In dieser Phase zeigte Kunaver Paul und Tobias Nimpf die besten Aktionen. Beim Stand von 17 : 17 verwarf Sebastian Frimmel einen Siebenmeter und im Gegenzug entschärfte auch Kaiper einen Siebenmeter. Die Ungarn begannen jetzt mit sehr unfairen und brutalen Attacken zum Sieg zu kommen und kassierten dafür einige Strafen. Mit einigen Traumkombinationen konnten wir uns absetzen und feierten einen verdienten 21:17 Sieg und sicherten uns damit die Bronze Medaille.

Wie groß diese Leistung einzuschätzen ist, zeigt schon die Tatsache, dass im Endspiel die Franzosen auch die leicht favorisierten Deutschen besiegen konnten. Damit war unsere einzige Niederlage bei der WM, jene gegen den späteren Weltmeister.
In einer tollen Siegerehrung in der großen Halle in Varazdin ( 5000 Sitzplätze ) wurden den Burschen die Medaillen überreicht. Dieser Erfolg soll auch den jüngeren Generationen als Vorbild dienen und zeigen, dass man mit viel Fleiß und konsequentem Training viel erreich kann.



Der Sieger Frankreich!



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