U. St. Pölten – Vöslauer HC
36 : 34 (18:13)
Vöslau: Decker, Tscherne; Prokop G. (14), Muck (7), Miskovez (6), Herzog (3), Krenn (2), Prokop P. (2), Klestil, Schenk, Redl, Weber, Richards, Wirth.
Ein hochklassiges Spiel sahen die etwa 150 Zuseher, davon eine große Anzahl von Schlachtenbummlern aus Bad Vöslau. Die Ausgangslage war, dass die Truppe von Trainer Stöckelmayer zumindest ein Unentschieden erreichen musste, um es den Herren des Vöslauer HC gleichzutun und den Landesmeistertitel zu erreichen.
Der Anfang verlief etwas unglücklich, die Heimischen konnten rasch in Führung gehen. In der Deckung wurde nicht genug konzentriert gearbeitet, ein 3-Torerückstand war die Folge. Einzig Gunnar Prokop hielt das Spiel für Vöslau offen, seine kraftvollen Durchbrüche führten zu zahlreichen Torerfolgen. Mit einem 13:18 Rückstand ging es in die Pause.
Nach dem Wechsel sah man eine veränderte Vöslauer Mannschaft, beide Torhüter konnten sich auszeichnen und auch Muck am Flügel fand zur altbewährten Form zurück. Kontinuierlich wurde der Rückstand aufgeholt, Miskovez zeigte einige herrliche Sprungwürfe und auch Herzog hatte öfters das Glück des Tüchtigen, erkämpfte sich Bälle am Kreis und konnte sie verwerten.
Die letzten Minuten verliefen dann dramatisch, die St. Pöltner zeigten Nerven, plötzlich kamen die Vöslauer auf 34:33 heran. Dann aber ging es des Vöslauern genauso wie ihren Mannschaftskollegen aus der U15, der Mann in Orange mit der Pfeife übersah Schrittfehler der St. Pöltner, verwies G. Prokop nach einem Dutzendfoul auf die Strafbank und ließ ein schweres Foul an Miskovez ungeahndet. Dass so ein Punktegewinn nicht drinnen war, versteht sich von selbst.
Schade um die vergebene Meisterchance, aber bei Trainingsfleiß und guter Einstellung wird es noch viele Titelchancen für diese talentierte Truppe geben. Ein Pauschallob gilt der gesamten Mannschaft für ihren Einsatz, auch die Ersatzspieler auf der Bank zeigten ein tolles Verhalten, sie feuerten ihre Kollegen an und freuten sich bei jedem Torerfolg. Gratulation auch an Trainer Stöckelmayer, der die Mannschaft während der gesamten Saison gut vorbereitet hatte und dem wie seinem Kollegen Mc Lachlan das Glück bei der Schiri-Besetzung fehlte.